STROMSTEUER SOLLTE FÜR ALLE SINKEN: MERZ WILL DAS VERSPRECHEN EINLÖSEN, DOCH KLINGBEIL BREMST
Die Bundesregierung hat eine Senkung der Stromsteuer für alle versprochen. Doch private Haushalte warten weiterhin auf die Umsetzung.
Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, die Stromsteuer auf das europäische Mindestniveau zu senken.
Für bestimmte Wirtschaftsbereiche wurde die Entlastung bereits umgesetzt. Private Haushalte profitieren von dieser Stromsteuersenkung bislang nicht.
Bundeskanzler Friedrich Merz will das ändern. Er fordert, die Steuer nun auch für Bürger und weitere Unternehmen zu reduzieren.
Doch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil sieht ein Problem: die Finanzierung.
Nach Angaben des Finanzministeriums würde die Senkung den Bundeshaushalt ungefähr fünf Milliarden Euro pro Jahr kosten.
Dabei geht es für Verbraucher durchaus um Geld.
Aktuell beträgt die Stromsteuer für private Haushalte 2,05 Cent pro Kilowattstunde. Sie könnte auf 0,1 Cent sinken.
Eine Familie mit 4.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch würde nach Berechnungen von Verivox inklusive Mehrwertsteuer rund 93 Euro jährlich sparen, sofern die Entlastung vollständig weitergegeben wird.
Auch die Ministerpräsidenten aller 16 Bundesländer haben die Bundesregierung aufgefordert, die versprochene Senkung möglichst schnell umzusetzen.
Trotzdem gibt es bis heute keinen verbindlichen Termin.
Die Regierung verweist auf fehlende finanzielle Spielräume. Gleichzeitig hält sie offiziell an ihrem Versprechen fest.
Andere Entlastungen, etwa bei den Netzentgelten, gibt es bereits. Die zugesagte allgemeine Stromsteuersenkung bleibt jedoch offen.
Was meint ihr?
Sollte die Bundesregierung die Stromsteuer für alle sofort senken, auch wenn dafür an anderer Stelle gespart werden müsste? Oder hat Klingbeil recht, wenn er zuerst eine gesicherte Finanzierung verlangt?
Quellen: Bundesregierung, Regierungspressekonferenz vom 23.10.2026
Bild: KI-Symbolbild.