Mehmet Karakolcu2026-10-13T19:32:39+02:00Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit einer Aussage zur privaten Altersvorsorge für Diskussionen gesorgt.
Bei einer CDU-Veranstaltung am 6. März 2026 forderte er die Menschen auf, frühzeitig Geld für das Alter zurückzulegen. Dabei sagte er:
„Und dann sag bitte niemand: Das könnten wir ja nicht. Natürlich können wir das.“
Als Beispiel nannte Merz einen monatlichen Sparbetrag von 50 Euro, mit dem sich über viele Jahre ein beachtliches Vermögen aufbauen lasse.
Doch wie realistisch ist das für Familien, die ohnehin jeden Euro zweimal umdrehen müssen?
Gerade Mütter, Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern stehen häufig vor finanziellen Herausforderungen. Miete, Lebensmittel, Strom, Kinderbetreuung, Schulmaterial und Kleidung verschlingen einen großen Teil des Einkommens.
Hinzu kommt, dass viele Mütter aufgrund von Elternzeit oder Teilzeitarbeit ohnehin geringere Rentenansprüche aufbauen.
Natürlich ist private Altersvorsorge wichtig. Doch zwischen dem Wunsch, fürs Alter zu sparen, und der finanziellen Realität vieler Familien liegt manchmal eine gewaltige Lücke.
Wer am Monatsende kaum Geld übrig hat, kann nicht einfach zusätzlich 50 Euro zurücklegen.
Was meint ihr? Hat Friedrich Merz recht, dass jeder frühzeitig fürs Alter sparen kann, oder geht diese Aussage an der Lebensrealität vieler Familien vorbei?
Quelle: dpa, BR24, Aussagen von Friedrich Merz vom 6. März 2026