Mehmet Karakolcu2026-09-25T13:35:25+02:0010 EURO JEDEN MONAT: STAAT SOLL FÜR KINDER IN EIN DEPOT EINZAHLEN
Der Staat soll künftig schon für Kinder Geld für die Altersvorsorge zurücklegen. Heute, am 25. September 2026, beschäftigt sich der Bundestag erstmals mit dem Gesetzentwurf zur sogenannten Frühstartrente.
Geplant sind 10 Euro pro Monat vom Staat. Das Geld soll ab dem 6. Lebensjahr bis zur Volljährigkeit am Kapitalmarkt für die Altersvorsorge des Kindes angelegt werden.
Über zwölf Jahre wären das insgesamt 1.440 Euro staatliche Einzahlungen. Durch die langfristige Anlage kann daraus später deutlich mehr werden. Das Bundesfinanzministerium rechnet beispielsweise vor, dass bei einer angenommenen durchschnittlichen Rendite von 7 Prozent aus den staatlichen Einzahlungen bis zum 65. Lebensjahr rund 53.000 Euro werden könnten.
Wichtig: Diese 53.000 Euro sind nicht garantiert. Die tatsächliche Entwicklung hängt vom Kapitalmarkt ab und kann höher oder niedriger ausfallen.
Losgehen soll die Frühstartrente 2027 zunächst mit den Geburtsjahrgängen 2020 und 2021. Für Kinder des Jahrgangs 2020 soll die Förderung für 2026 rückwirkend erfolgen. Danach sollen nach und nach weitere Jahrgänge dazukommen.
Eltern können für ihr Kind ein entsprechendes Altersvorsorgedepot eröffnen und zusätzlich eigenes Geld einzahlen. Wird kein eigenes Depot eröffnet, soll die staatliche Förderung trotzdem nicht verloren gehen, sondern zunächst kollektiv vom Bund am Kapitalmarkt angelegt werden.
Noch ist das allerdings nicht endgültig beschlossen. Der Gesetzentwurf befindet sich im parlamentarischen Verfahren.
Was haltet ihr von der Idee? Sind 10 Euro im Monat ein sinnvoller Start für Kinder oder müsste der Staat an anderer Stelle stärker Familien unterstützen?
Quelle: Deutscher Bundestag, Bundesministerium der Finanzen
Stand: 25.09.2026