Der Fünfjährige beobachtet mich, wie ich Ringe und Ketten anziehe:
„Schmückst du dich, Mama?“
Ich denke: Solange er nicht „Oh Tannenbaum“ singt, habe ich es noch nicht übertrieben.
Frage:
„War ich eigentlich geplant?“
Mütter immer so:
„Aber natürlich, mein Spatz. Absolutes Wunschkind. Nichts Schöneres hätte mir im Leben passieren können.“
Väter:
„Na ja, ich wollte eigentlich eine Motorsäge und bekam eine Nervensäge.“
Ich, Erzieherin, habe gestern ein Kind gefragt, ob seine Gummistiefel gefüttert sind.
Das Kind schaut ganz betroffen zu Boden und nuschelt:
„Ich wusste nicht, dass man die füttern muss.“
Mit dem Teenager gemeinsam einen Schrank aufgebaut. Wir agieren wie ein eingespieltes IKEA-Spezialkommando.
Teamwork, Harmonie, engste Vater-Sohn-Verbundenheit.
Dann die letzte entscheidende Frage: Wer bringt die Kartons runter?
Seitdem reden wir nur noch über Anwälte.
Heute ist ja auch so ein Tag, an dem du den Kindern erzählst, du gehst in den Keller, um Gemüse zu holen, um dann heimlich hinter dem Vorratsregal eine Packung Schoko Bons zu inhalieren.
Mutter zum Kind:
„Jetzt habe ich dich schon fünfmal zu Tisch gerufen und du reagierst einfach nicht! Was soll nur mal aus dir werden?“
Kind: „Kellner.“
Ich brauche keine Vorräte anzulegen.
Auch in den schlechtesten Zeiten finde ich dank der Kinder immer Mahlzeiten für mindestens drei Tage unter dem Esstisch!