LEHRER SCHLÄGT UND TRITT SCHÜLER: 13 MONATE HAFT AUF BEWÄHRUNG
Wir schicken unsere Kinder zur Schule und erwarten, dass sie dort sicher sind. Doch was passiert, wenn ausgerechnet eine Lehrkraft gewalttätig wird?
In Cottbus hat das Amtsgericht einen ehemaligen Musiklehrer zu einem Jahr und einem Monat Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.
Der Mann hatte im September 2023 an einer Oberschule drei Schüler im Alter von elf und zwölf Jahren geschlagen beziehungsweise getreten.
Besonders erschreckend: Einen damals elfjährigen Jungen trat er gegen die Hüfte und schlug ihm gegen den Hinterkopf. Das Kind musste anschließend im Krankenhaus behandelt werden.
Auch zwei weitere zwölfjährige Schüler wurden Opfer körperlicher Übergriffe.
Vor Gericht gab der Lehrer die Taten zu und entschuldigte sich.
Das Gericht verurteilte ihn wegen Körperverletzung und Bedrohung. Zusätzlich muss er den drei betroffenen Schülern Schmerzensgeld zahlen: 100 Euro an einen Jungen und jeweils 200 Euro an die beiden anderen.
Der Lehrer wurde nach Bekanntwerden der Vorwürfe vom Dienst suspendiert.
Die Polizei hatte auch ein mögliches rassistisches Motiv untersucht, weil die betroffenen Kinder aus Familien mit Migrationsgeschichte stammen. Im Gerichtsverfahren wurde ein solches Motiv jedoch nicht nachgewiesen.
Das Urteil vom 3. November 2026 ist noch nicht rechtskräftig.
Für uns Eltern ist der Gedanke schwer zu ertragen, dass Kinder ausgerechnet von einer Person verletzt werden, der sie während des Unterrichts anvertraut sind.
Was meint ihr? Ist eine Bewährungsstrafe bei solchen Übergriffen angemessen oder hätte das Gericht härter urteilen müssen?
Quelle: rbb24, Deutschlandfunk, dpa, 03.11.2026
Bild: KI-Symbolbild