KINDERSCHUTZ ODER NEUE BELASTUNG? STREIT UM ZUCKERSTEUER
Eine neue Steuer auf zuckerhaltige Getränke sorgt für Streit in der Bundesregierung.
Finanzminister Lars Klingbeil hält an einer Zuckersteuer fest und begründet sie unter anderem mit Gesundheitsprävention und dem Schutz von Kindern.
Sein aktueller Entwurf sieht eine gestaffelte Steuer auf Getränke mit mehr als fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter vor. Je nach Zuckergehalt wären 26, 32 oder 38 Cent pro Liter vorgesehen. Starten sollte das Modell nach diesem Entwurf am 1. Juli 2027.
Zero Getränke sowie reine Frucht und Gemüsesäfte sollen nach dem derzeitigen Entwurf nicht darunterfallen.
Doch genau dieser Entwurf wurde vom Kanzleramt vorerst ausgebremst. Aus Regierungskreisen heißt es, das Modell sei in dieser Form innerhalb der Regierung nicht mehrheitsfähig.
Damit ist die Zuckersteuer aber nicht grundsätzlich vom Tisch. Klingbeil erklärte anschließend, die Einführung sei innerhalb der Koalition vereinbart und man werde weiter daran arbeiten.
Für Familien ist die Debatte gleich doppelt interessant: Befürworter sehen in einer solchen Steuer einen Anreiz für Hersteller, weniger Zucker einzusetzen und verweisen besonders auf die Gesundheit von Kindern. Kritiker warnen dagegen davor, dass Hersteller zusätzliche Kosten an Verbraucher weitergeben könnten.
Was meint ihr: Sinnvoller Schutz für Kinder oder am Ende einfach eine weitere Belastung an der Supermarktkasse?
Quelle: ZDFheute, Deutschlandfunk, Tagesschau
Stand: 03.10.2026