VIER MONATE FÜR DIE MUTTER, VIER MONATE FÜR DEN VATER! WILL DIE REGIERUNG ELTERN VORSCHREIBEN, WER WIE LANGE BEIM BABY BLEIBT?
Die Bundesregierung plant eine grundlegende Änderung beim Elterngeld. Und die könnte für viele Familien bedeuten, dass sie ihre Elternzeit künftig anders aufteilen müssen, wenn sie die volle Förderung erhalten wollen.
Nach dem Ende Oktober 2026 vorgestellten Gesetzentwurf sollen von insgesamt 14 Monaten Basiselterngeld künftig jeweils vier Monate für jeden Elternteil reserviert werden.
Das bedeutet:
Vier Monate wären für die Mutter vorgesehen, vier Monate für den Vater. Die verbleibenden sechs Monate könnten beide frei untereinander aufteilen.
Bisher können Paare das Basiselterngeld deutlich flexibler aufteilen. Ein Elternteil kann in der Regel bis zu zwölf Monate beziehen, während der andere mindestens zwei Monate übernimmt.
Mit der geplanten Reform würde sich das ändern.
Die Bundesregierung möchte damit erreichen, dass sich Väter stärker an der Kinderbetreuung beteiligen und Mütter früher wieder in den Beruf zurückkehren können.
Doch was ist mit Familien, bei denen der Vater aus beruflichen oder finanziellen Gründen keine vier Monate zu Hause bleiben kann?
Was ist mit Müttern, die ihr Baby länger selbst betreuen möchten?
Und was passiert, wenn sich eine Familie ganz bewusst für eine andere Aufteilung entschieden hat?
Die geplante Regelung würde Eltern nicht verbieten, länger zu Hause zu bleiben. Allerdings könnten Familien Elterngeldmonate verlieren, wenn ein Elternteil die vorgesehenen vier Monate nicht übernimmt.
Auch bei der Höhe des Elterngeldes sind Änderungen geplant. Für die jeweils vier reservierten Monate soll die Ersatzrate auf 80 Prozent steigen. Für die weiteren sechs Monate sind dagegen nur noch 50 Prozent vorgesehen.
Alleinerziehende sollen weiterhin bis zu 14 Monate Elterngeld beziehen können.
Wichtig: Die Reform ist noch nicht beschlossen. Die bisherigen Elterngeldregeln gelten weiterhin.
Und jetzt interessiert uns eure Meinung:
Sollte die Politik Eltern durch finanzielle Regeln dazu bewegen, sich die Kinderbetreuung gleichmäßiger aufzuteilen?
Oder sollten Mütter und Väter selbst entscheiden können, wer wie lange zu Hause bleibt, ohne dadurch Elterngeldmonate zu verlieren?
Quellen:
Bundesfamilienministerium, 30.10.2026
https://www.bmbfsfj.bund.de
ZDFheute, 28.10.2026
https://www.zdfheute.de
Bild: KI-Symbolbild
Stand: 01.11.2026