„Spielen wir Verstecken?“
„Au ja! Ich zähle, Mama.“
Ich verstecke mich.
Mein Sohn zählt: „1, 2, 3, 4, 5, 6 …“
Dann kommt er zu mir ins Versteck: „Was kommt nochmal nach 6?“
„7.“
„Okay.“
Er rennt zurück, zählt weiter – und tut so, als wüsste er nicht, wo ich bin.
So lieb von ihm.
Wenn die Kinder im Supermarkt schreien und du eigentlich nur die eine Packung Gummibärchen mit dem blöden Glücksbärchi-Logo haben willst, aber der Weg dorthin einer strategischen Militäroperation gleicht. Und der andere Elternteil tut so, als würde er hochkonzentriert seine Einkaufsliste studieren.
Kind findet einen Euro auf der Straße:
„Cool, eine Glücksmünze! Ich kann mir was wünschen!“
Ein paar Meter weiter legt er ihn wieder auf den Boden.
„Warum machst du das?“
„Na, jetzt habe ich mir was gewünscht. Jetzt kann jemand anderes sie finden und sich was wünschen!“
Meine Self-Care-Routine besteht darin, die Badezimmertür abzuschließen und fünf Minuten so zu tun, als würde ich niemanden hören. Wenn ich mal richtig übertreiben will, benutze ich sogar Seife.