DEUTSCHTEST FÜR MIGRANTEN WIRD AB 1. NOVEMBER VERSCHÄRFT
Ab dem 1. November 2026 gelten in Deutschland strengere Anforderungen beim Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ).
Die Änderung betrifft Menschen, die im Rahmen eines Integrationskurses ihre Deutschkenntnisse nachweisen möchten.
Bisher konnten Teilnehmende das Gesamtergebnis B1 erreichen, wenn sie im Sprechen das Niveau B1 und zusätzlich entweder beim Schreiben oder beim Hören und Lesen B1 erreichten. Im jeweils anderen Bereich war auch ein Ergebnis unter A2 möglich.
Das ändert sich jetzt: Künftig muss auch im schwächeren Prüfungsbereich mindestens das Sprachniveau A2 erreicht werden.
Wer beispielsweise gut Deutsch spricht und versteht, beim Schreiben aber unter A2 bleibt, erhält künftig kein B1-Gesamtergebnis mehr.
Hintergrund der Verschärfung sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums Betrugsversuche bei Sprachprüfungen. Dabei sollen sich einzelne Teilnehmende Prüfungsantworten unerlaubt beschafft haben.
Wie viele Betrugsfälle tatsächlich festgestellt wurden, konnte das Ministerium allerdings nicht konkret beziffern.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) trägt die politische Verantwortung für die Änderung.
Der Deutsch-Test für Zuwanderer spielt eine wichtige Rolle beim Nachweis von Sprachkenntnissen nach einem Integrationskurs. Ein B1-Nachweis kann unter anderem für aufenthaltsrechtliche Verfahren und die Einbürgerung relevant sein.
Die neuen Anforderungen könnten es deshalb für manche Teilnehmende schwieriger machen, das B1-Gesamtergebnis zu erreichen.
Was meint ihr?
Sind strengere Sprachprüfungen der richtige Weg, um Betrug zu verhindern? Oder werden dadurch Menschen benachteiligt, die Deutsch bereits gut sprechen, aber Schwierigkeiten beim Schreiben haben?
Quelle:Informationsverbund Asyl & Migration, 20.10.2026
Stand: 21.10.2026