„ICH WÜRDE KINDERBETREUUNG NICHT ALS ARBEIT SEHEN“: ÖSTERREICHS KANZLER SORGT FÜR EMPÖRUNG!
Kinder großziehen, nachts aufstehen, Windeln wechseln, kochen, putzen, Hausaufgaben betreuen, Arzttermine organisieren und nebenbei vielleicht noch einem Beruf nachgehen.
Aber ist das überhaupt Arbeit?
Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) sorgte mit einer Aussage für heftige Kritik.
Bei einer Bürgerveranstaltung in Salzburg am 6. August 2026 wurde er von einer Frau gefragt, wie er Mütter unterstützen wolle, die täglich unbezahlte Betreuungsarbeit leisten.
Seine Antwort:
„Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich.“
Stocker erklärte anschließend, dass Familie für ihn nicht nach wirtschaftlichen Maßstäben bewertet werden dürfe. Kinder seien keine Rechenbeispiele. Familie bedeute Verantwortung füreinander und auch, Dinge zu tun, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.
Doch genau diese Antwort brachte zahlreiche Menschen auf die Palme.
Denn für viele Mütter ist Kindererziehung nicht nur Liebe und Verantwortung, sondern gleichzeitig eine körperlich und psychisch anstrengende Aufgabe, die niemals Feierabend kennt.
Auch aus der Politik kam deutliche Kritik. Selbst der Koalitionspartner SPÖ distanzierte sich von der Aussage.
Einen Tag später entschuldigte sich Stocker öffentlich. Er räumte ein, dass seine Aussage falsch gewesen sei, und betonte ausdrücklich, dass Kinderbetreuung Arbeit sei.
Er erklärte außerdem, dass gerade Frauen, die häufig den größten Teil der Erziehung übernehmen, Großartiges leisten.
Trotz seiner Entschuldigung bleibt eine grundsätzliche Frage:
Warum wird die Arbeit von Müttern und Vätern gesellschaftlich oft erst dann anerkannt, wenn jemand dafür bezahlt wird?
Eine Betreuungskraft bekommt Gehalt. Eine Mutter, die dieselben Aufgaben zu Hause übernimmt, häufig nicht.
Und jetzt interessiert uns eure Meinung:
Hat der Kanzler mit seiner ursprünglichen Aussage die Leistung von Müttern herabgewürdigt?
Oder wurde seine Aussage über Familie und Liebe falsch verstanden?
Quellen:
ORF Salzburg, 07.08.2026:
https://salzburg.orf.at/stories/3365925/
Bild: KI-Symbolbild