100 MINI-WOHNUNGEN FÜR OBDACHLOSE: EINE LAGERHALLE MACHT ES MÖGLICH
Manchmal braucht es keine riesigen Wohnungen, sondern einfach einen sicheren Ort, an dem Menschen wieder zur Ruhe kommen können.
In der US-Stadt Minneapolis wurde eine ehemalige Lagerhalle in ein besonderes Dorf für obdachlose Menschen verwandelt.
Das Projekt trägt den Namen „Avivo Village“ und bietet 100 kleine, private Unterkünfte. Jede davon misst gerade einmal rund sechs Quadratmeter.
Was zunächst winzig klingt, bedeutet für viele Betroffene einen gewaltigen Unterschied.
Denn jede Unterkunft verfügt über ein eigenes Bett, einen kleinen Schreibtisch, Stauraum, ein Fenster und vor allem eine abschließbare Tür.
Endlich ein eigener Rückzugsort. Keine Angst, dass nachts jemand die persönlichen Sachen stiehlt. Ein Platz, an dem man schlafen kann, ohne ständig auf der Hut sein zu müssen.
Duschen, Toiletten und Waschmöglichkeiten werden gemeinschaftlich genutzt. Zusätzlich erhalten die Bewohner Unterstützung durch Sozialarbeiter, psychologische Betreuung und Hilfe bei der Suche nach einer dauerhaften Wohnung.
Das Projekt wurde bereits im Dezember 2020 eröffnet.
Nach Angaben des Betreibers Avivo wurden bis September 2026 insgesamt 901 Menschen betreut. 375 von ihnen konnten in dauerhafte Wohnverhältnisse vermittelt werden.
Die kleinen Unterkünfte sind keine dauerhafte Lösung für Wohnungsnot, sondern sollen Menschen dabei helfen, wieder auf eigenen Beinen zu stehen.
Ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie aus einer ungenutzten Lagerhalle ein Ort mit einer neuen Perspektive entstehen kann.
Was meint ihr? Sollte Deutschland solche Projekte ebenfalls umsetzen, um obdachlosen Menschen schneller und unkomplizierter zu helfen?
Quelle: Avivo Village, offizielle Projektinformationen
Bild: KI-Symbolbild