KINDERKRANKENTAGE SOLLEN VON 15 AUF 10 SINKEN: CDU-POLITIKER CARSTEN LINNEMANN GEGEN VERLÄNGERUNG
Wenn das Kind krank wird, beginnt für viele Eltern der tägliche Spagat: Wer bleibt zu Hause? Wer sagt bei der Arbeit ab? Und wie viele Kinderkrankentage sind überhaupt noch übrig?
Genau diese Frage sorgt jetzt für Diskussionen.
CDU-Politiker Carsten Linnemann hat sich gegen eine Verlängerung der derzeit erhöhten Zahl an Kinderkrankentagen ausgesprochen.
Aktuell haben gesetzlich versicherte Eltern unter den entsprechenden Voraussetzungen Anspruch auf 15 Kinderkrankengeldtage pro Kind und Elternteil im Jahr. Alleinerziehende können bis zu 30 Tage beanspruchen.
Die erhöhte Regelung ist bislang bis Ende 2026 befristet.
Ohne eine gesetzliche Verlängerung würde der Anspruch ab 2027 wieder auf zehn Tage pro Kind und Elternteil sinken. Für Alleinerziehende wären es dann 20 Tage.
Das bedeutet: Eltern hätten künftig fünf Tage weniger zur Verfügung, um ihre kranken Kinder zu Hause zu betreuen und dafür Kinderkrankengeld zu erhalten.
Gerade Familien mit kleinen Kindern kennen die Situation: Ein Infekt folgt auf den nächsten, und nicht jeder hat Großeltern oder andere Angehörige, die kurzfristig einspringen können.
Kritiker einer Rückkehr zur alten Regelung befürchten deshalb zusätzlichen Druck auf berufstätige Eltern.
Wichtig ist allerdings: Es handelt sich nicht um eine bereits neu beschlossene Kürzung. Die bisherige Sonderregelung läuft nach geltendem Recht Ende 2026 aus, sofern sie nicht verlängert wird.
Was meint ihr?
Sind zehn Kinderkrankentage pro Elternteil ausreichend, oder sollten die 15 Tage dauerhaft bleiben?
Quelle: Bundesgesundheitsministerium, Regierungsbefragung vom 23.09.2026.
Tagesschau, 29.09.2026.
Bild: KI-Symbolbild