28 TAGE VOLLER LOHN FÜR DEN ZWEITEN ELTERNTEIL: UNION, SPD UND AFD LEHNEN AB
28 Tage zu Hause bleiben, das Neugeborene kennenlernen, die Mutter unterstützen und trotzdem das volle Gehalt bekommen.
Genau das wollte die Linke mit einem neuen Elternschutz für den zweiten Elternteil erreichen.
Doch am 7. Oktober 2026 ist der Antrag im Familienausschuss des Bundestages gescheitert.
CDU/CSU, SPD und AfD lehnten ihn ab. Die Grünen enthielten sich.
Vorgesehen waren 28 Tage Freistellung direkt nach der Geburt, 100 Prozent Entgeltfortzahlung sowie ein besonderer Kündigungs- und Diskriminierungsschutz.
Die Linke begründete ihren Vorschlag damit, dass Eltern nach der Geburt mehr gemeinsame Zeit und Unterstützung brauchen. Außerdem verwies sie auf die bislang unvollständige Umsetzung einer europäischen Richtlinie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Die Union verwies in der Ausschussberatung auf bestehende Elterngeldregelungen. SPD und Grüne zeigten teilweise Sympathie für das Anliegen, bevorzugten jedoch andere Modelle. Die AfD sprach sich stattdessen für finanzielle Anreize und ein Begrüßungsgeld aus.
Wichtig: Abgelehnt wurde dieser konkrete Antrag. Das bedeutet nicht, dass eine bezahlte Freistellung für den zweiten Elternteil grundsätzlich für alle Zukunft ausgeschlossen ist.
Gerade die ersten Wochen mit einem Neugeborenen sind für viele Familien eine enorme Umstellung. Zwischen Schlafmangel, Erholung nach der Geburt und der Versorgung des Babys bleibt oft wenig Raum zum Durchatmen.
Was meint ihr: Sollte der zweite Elternteil nach der Geburt grundsätzlich vier Wochen bezahlt zu Hause bleiben dürfen?
Quelle: Deutscher Bundestag, 07.10.2026
Stand: 08.10.2026