„Mama?! Warum bist du noch hier?“ „Mama!? Wann gehst du?“ „Du bleibst aber nicht über Nacht, Mama, oder?“ Das Abschiedsritual der Kinder, wenn ich sie zu Oma und Opa gebracht habe, ist herzerwärmend.
Zwischen Wäschebergen, Brotdosen und Alltagsstress vergessen wir oft, wie besonders diese Zeit ist.
Für unsere Kinder sind wir nicht perfekt.
Wir sind einfach ihr Zuhause.
Kind macht einen Breakdance-Move. „Mach mal nach, Mama.“ „Uuh, das kann ich gar nicht.“ „Hä? Aber ich bin 5 und du bist viel älter. Dann müsstest du das doch längst können.“ Theoretisch möchte ich mich dieser Logik nicht entziehen. Praktisch habe ich Angst um meine Hüfte.
Als Kind dachte ich immer, Mama sein ist so:
Nach der Kita Mittagessen und dann hinterm Haus auf den Spielplatz gehen. Die anderen Mütter treffen.
Kekse, Brause und Strickzeug auspacken.
Quatschen. Kinder spielen.
Abends alles einpacken.
Kinder in die Wanne stecken. Viel Schaum.
Fahre zu spät los zur Schule:
• alle Ampeln rot
• Verkehrsunfälle
• Umweltkatastrophen
Fahre zu früh los:
• alle Ampeln grün
• Rückenwind
• mein Fahrrad hat plötzlich einen Motor