Mehmet Karakolcu2026-10-19T08:18:00+02:00Immer geduldig sein, liebevoll erziehen, gesund kochen, den Haushalt im Griff haben, beruflich erfolgreich sein und dabei möglichst noch entspannt aussehen.
So ungefähr sieht das Idealbild einer perfekten Mutter aus. Zumindest, wenn man den Erwartungen glaubt, die Frauen täglich begegnen.
Comedian Carolin Kebekus hat davon genug.
In einem Interview mit dem SZ-Magazin vom 9. Oktober 2026 rechnet sie mit dem gesellschaftlichen Druck auf Mütter ab.
Seit der Geburt ihres Kindes weiß sie selbst, wie anstrengend es sein kann, den eigenen Ansprüchen und den Erwartungen anderer gerecht zu werden.
Kebekus spricht offen über das Wochenbett, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und ihre Sorge, plötzlich nur noch auf ihre Rolle als Mutter reduziert zu werden.
Besonders kritisiert sie die Vorstellung, dass Frauen nach der Geburt möglichst alles gleichzeitig schaffen sollen.
Denn egal, wie eine Mutter es macht, irgendjemand scheint immer etwas daran auszusetzen zu haben.
Stillen oder Flasche? Früh wieder arbeiten oder länger zu Hause bleiben? Das Kind in die Kita geben oder selbst betreuen?
Für jede Entscheidung gibt es jemanden, der es angeblich besser weiß.
Mit ihrem Humor möchte Kebekus genau diese unrealistischen Erwartungen aufbrechen.
Und vielleicht sollten wir uns tatsächlich häufiger daran erinnern, dass Kinder keine perfekten Mütter brauchen, sondern Menschen, die sie lieben, begleiten und auch mal Fehler machen dürfen.
Wie seht ihr das? Wird von Müttern heutzutage viel zu viel erwartet, oder setzen wir uns selbst am meisten unter Druck?
Quelle: Süddeutsche Zeitung, SZ-Magazin
Bild: KI-Symbolbild