Mehmet Karakolcu2026-10-20T11:53:00+02:00Schwanger sein, ein Unternehmen führen und gleichzeitig die eigene finanzielle Existenz sichern. Für viele selbstständige Frauen ist das eine enorme Herausforderung.
Während angestellte Arbeitnehmerinnen während der gesetzlichen Mutterschutzfristen grundsätzlich finanziell abgesichert sind, hängt die Absicherung selbstständiger Frauen stark von ihrer persönlichen Versicherungssituation ab.
Wer ein eigenes Geschäft führt, freiberuflich arbeitet oder selbstständig Dienstleistungen anbietet, muss häufig selbst organisieren, wie der Betrieb während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett weiterläuft.
Denn Rechnungen, Miete, Versicherungen und andere laufende Kosten verschwinden nicht einfach, nur weil ein Baby unterwegs ist.
Am 15. Oktober 2026 beschäftigte sich der Deutsche Bundestag mit Anträgen, die den Mutterschutz für Selbstständige verbessern sollen.
Dabei geht es insbesondere um die Frage, wie selbstständige Frauen während der Zeit rund um die Geburt finanziell besser abgesichert werden können.
Die Anträge wurden zur weiteren Beratung an die zuständigen Ausschüsse überwiesen. Eine neue gesetzliche Regelung wurde damit noch nicht beschlossen.
Für betroffene Frauen ist die Frage von großer Bedeutung: Wie soll man sich nach der Geburt ausreichend erholen können, wenn gleichzeitig die wirtschaftliche Existenz des eigenen Unternehmens auf dem Spiel steht?
Und jetzt interessiert uns eure Meinung:
Sollten selbstständige Mütter beim Mutterschutz finanziell genauso abgesichert werden wie angestellte Mütter? Oder braucht es für Selbstständige eine andere Lösung?
Quelle: Deutscher Bundestag, parlamentarische Beratungen vom 15.10.2026
Bild: KI-Symbolbild