Meine Gedanken und Gebete sind bei meiner Tochter, die nach einem langen Nachmittag voller TikTok, Online-Games, Powernaps und YouTube jetzt auch noch das Geschirr aus ihrem Zimmer in die Küche bringen muss.
„Spielen wir Verstecken?“
„Au ja! Ich zähle, Mama.“
Ich verstecke mich.
Mein Sohn zählt: „1, 2, 3, 4, 5, 6 …“
Dann kommt er zu mir ins Versteck: „Was kommt nochmal nach 6?“
„7.“
„Okay.“
Er rennt zurück, zählt weiter – und tut so, als wüsste er nicht, wo ich bin.
So lieb von ihm.
Wenn die Kinder im Supermarkt schreien und du eigentlich nur die eine Packung Gummibärchen mit dem blöden Glücksbärchi-Logo haben willst, aber der Weg dorthin einer strategischen Militäroperation gleicht. Und der andere Elternteil tut so, als würde er hochkonzentriert seine Einkaufsliste studieren.
Kind findet einen Euro auf der Straße:
„Cool, eine Glücksmünze! Ich kann mir was wünschen!“
Ein paar Meter weiter legt er ihn wieder auf den Boden.
„Warum machst du das?“
„Na, jetzt habe ich mir was gewünscht. Jetzt kann jemand anderes sie finden und sich was wünschen!“