"Guten Morgen! Möge dein Kaffee heute Wunder wirken und die Zeit bis zum Feierabend wie im Flug vergehen. Du hast die Woche fast geschafft, den Rest rockst du jetzt auch noch!"
Ich: „Bitte räum dein Zimmer auf.“
Kind: „Was genau meinst du mit ‚aufgeräumt‘? Alles sichtbar? Oder auch unterm Bett?“
Wär ich Anwalt, ich würd’s fühlen.
„Mama, wann machst du die Pizza?“
„Die wird geliefert vom Italiener.“
Der Fünfjährige beginnt über das ganze Gesicht zu strahlen und schmeißt sich in meine Arme.
„Danke, liebe Mama, dass du die Pizza nicht machst.“
Selten wurden meine Kochkünste mit so viel Hingabe gedisst.
Es ist nicht so, dass deine Eltern ihre Enkelkinder mehr lieben als dich.
Es ist eher so, dass sie in ihren Enkelkindern dich als Kind sehen. Sie erinnern sich an dich, als du klein warst, und es fühlt sich für sie so an, dich als Kind noch einmal lieben zu dürfen und aufwachsen zu sehen.
Nach „Hallo Kind, wo ist deine Jacke?“ und „Hallo Kind, wo ist dein Portemonnaie?“ sehen Sie heute den dritten Teil der Erfolgsreihe:
„Hallo Kind, schön, dass du da bist!
Wo ist dein Schulranzen?“
„Wie war’s in der Kita?“
„Gut.“
(30 Minuten Stille)
„WirhabenimGebüscheinLochgegrabendaist einSchatzundimHausnebenanwohnt eineHexegruseligaberTomsagt…“
Kinder kennen nur zwei Erzählmodi:
Leon, der Profi oder Eminem.