Ich brauche kein Fitnessstudio.
Ich hebe 20 Kilo Kind auf einem Arm, die Einkaufstüten auf dem anderen und renne barfuß über Lego.
Nenne es: Bootcamp des Lebens.
Der Spielplatz ist voll. Es gibt Dinkelkekse, Apfelschnitze, Joghurt mit Obst, Karottensticks etc.
Wie cool wäre ich, wenn ich der fast Dreijährigen jetzt eine Curry King aufreiße?
Beim Vorstellungsgespräch:
„Ihre Stärken?”
„Ich bin sehr anpassungsfähig.”
„Können Sie mir ein Beispiel geben?”
„Ich esse den Joghurt auch gerne mal mit der Gabel, wenn alle Löffel dreckig sind.”
„Danke, wir melden uns.”
Kind macht einen Breakdance-Move.
„Mach mal nach, Mama.“
„Uuh, das kann ich gar nicht.“
„Hä? Aber ich bin 5 und du bist viel älter, dann müsstest du das doch längst können.“
Theoretisch möchte ich mich dieser Logik nicht entziehen. Praktisch habe ich Angst um meine Hüfte.